Samstag, 1. Oktober 2016

Schnell kann es passieren - grobe Fahrlässigkeit in der Praxis




Wenn ich Kunden darauf hinweise, dass in der Wohngebäude- und Hausratversicherung grobe Fahrlässigkeit in voller Höhe der Versicherungssumme abgesichert sein sollte, erhalte ich häufig ein zustimmend-zurückhaltendes Nicken. Wichtig? Ja. Aber man selbst? Man verhält sich doch nicht grob fahrlässig... 

Wie schnell es dazu kommen kann, dass man fünfstellige Summen alleine tragen muss, durfte eine Familie im Süddeutschen erleben: Der 8-jährige Sohn zündelt im Haus mit einem Feuerzeug, ein Brand entsteht und damit ein Schaden von 50.000 Euro


Kürzung? Definitiv. Nur die Höhe ist unklar

Die Versicherung kürzt wegen grober Fahrlässigkeit um 50 %, die Kunden klagen, es kommt zum Prozess und nach vier Jahren Prozessieren gibt es ein Ergebnis: 

Eine Kürzung um 25 % ist gerechtfertigt, die Kosten des Verfahrens tragen zu 66% die klagenden Kunden.

Na, da sollten die Eltern besser auf ihren Sprössling aufpassen, findest du? Dann schau mal, in was für einer Realität deutsche Gerichte leben:

Der 8-Jährige war 15 Minuten allein im Homeoffice seines Vaters und hat dort in einer Schublade ein vermeintlich leeres Mehrwegfeuerzeug gefunden - da noch ein wenig Gas im Feuerzeug war, konnte er damit den Brand auslösen.

Hätten Feuerzeuge unverschlossen in der Wohnung herumgelegen, wäre die erste Kürzung der Versicherung um 50 % vollkommen korrekt gewesen - so liest man zwischen den Zeilen. 50.000 Euro Schaden mit 50% Kürzung wegen grober Fahrlässigkeit macht 25.000 Euro Eigenanteil - wem würde das nicht empfindlich weh tun?

Kinder unter 12 Jahren und Feuerzeuge gehören weggeschlossen

Laut Gerichtsurteil müssen Feuerzeuge für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Schubladen gehören nicht dazu - es sei denn, sie wäre verschlossen. Und jetzt eine Frage in den Raum: Wer schließt denn bitte Feuerzeuge oder Streichhölzer weg bis die Kinder 12 Jahre alt sind? (Außer den urteilenden Richtern...)

(Wen das komplette Urteil interessiert, der findet es hier.)

Es gibt noch genug weitere Beispiele, was im Alltag vielleicht "normal", aber im Ernstfall grob fahrlässig ist: Die laufende Wasch- oder Geschirrspülmaschine während man ausser Haus ist. Die brennende Kerze im Nebenraum während man nebenan das Essen zubereitet. Der Auflauf im Backofen während man nur kurz das Kind vom Kindergarten abholt oder einen Schwatz mit dem Nachbarn hält...

Diese Geschichte zeigt uns zwei Dinge:

  1. Leute, spart nicht am falschen Ende - eine Hausrat- oder Wohngebäudepolice ohne Absicherung der groben Fahrlässigkeit ist Leichtsinn und Geiz.
  2. Eine Rechtsschutzversicherung ist mittlerweile kein Luxus mehr, sondern ein Muss. Prozesse dauern Jahre, sind teuer und was für ein Ergebnis am Ende steht, scheint manchmal ein Lotteriespiel zu sein.


Mal nachgerechnet: Die Prozesskosten

Ich vermute, bei dem Streitwert und der Kostenverteilung hatte außer den Gerichten und Anwälten keine der Seiten viel von der Klage - am wenigsten die Kläger:

Quelle: http://www.der-prozesskostenrechner.de/

Die Versicherung darf 25% kürzen und trägt 34% der Prozesskosten  - bei dem Streitwert und der Berufung liegen die Gesamtkosten des Gerichtsverfahrens bei knapp 14.000 Euro.

Also spart die Versicherung knapp 15.000 Euro, muss aber nochmal knapp 5.000 Euro ans Gericht zahlen. Die Kläger hingegen bekommen zwar 10.000 Euro mehr, dafür tragen Sie 9.000 Euro an Gerichtskosten... Fast ein Nullsummenspiel mit 4 Jahren Ärger für 1.000 Euro mehr in der Tasche. Das wäre einfacher gegangen...

Wer nicht weiß, woher er eine gute Rechtsschutz-, Wohngebäude- oder Hausratsabsicherung bekommt, der melde sich gerne bei mir! :)

Viele Grüße!

Euer Mark
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Freitag, 2. September 2016

Gold - nur am Stammtisch "ein sicherer Hafen"



Die Anlagezinsen sind quasi bei 0% p.a., der deutsche Aktienmarkt ist nach einer fast 30%igen "Korrektur" nur langsam auf dem Weg zur Erholung - trotz der Massen an Geld, die die EZB in den letzten Monaten in den Markt gepumpt hat...

Mit kurzfristigen Anlagen ist "kein Geld zu verdienen" und auch um sein Geld längerfristig zu vermehren, muss man - überschaubare - Risiken eingehen. 

Die "güldene Mär vom sicheren Hafen"

Da denkt so mancher Deutsche an den "traditionell" sicheren Hafen: Gold! Gold ist wertstabil, international und kann - wer weiß, wer weiß - auch in schrecklichsten Krisenzeiten zum Tauschhandel auf Schwarzmärkten genutzt werden.

Soweit, so falsch.

Wer das Märchen "Gold als sicherer Hafen" in die Welt gesetzt hat, hat sich das vielleicht an seinem Stammtisch ausgedacht... Auf Fakten kann es jedenfalls nicht beruhen. Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

Schaut mal auf diesen Chart und fragt euch selbst, ob ihr dieses Wertpapier kaufen würdet:

Quelle: Onvista.de

Ja, das ist der Goldpreis. In den letzten fünf Jahren hat jedes "Schiff", das in dem "sicheren Hafen Gold" angelegt hatte, fast 30% Verlust gemacht.

So "schwankungsarm" wie der deutsche Aktienmarkt

Gold ist alles andere als wertstabil oder ein "sicherer Hafen". Der Goldpreis ist großen Schwankungen unterworfen und ist in seiner Volatilität (=Wertschwankung) durchaus mit dem deutschen Aktienmarkt zu vergleichen.

Hier im Bild zum Vergleich:

Quelle: Onvista.de


Bis auf die große EZB-getriebene Übertreibung des DAXes Ende 2015/Anfang2016 sieht das schwankungsmäßig doch ziemlich ähnlich aus, oder?

Was man als "sicheren Hafen" allerdings erkennen kann, ist, daß der Goldpreis (meist) dem Aktienmarkt entgegen verläuft. Wenn man also weiß, wann es am Aktienmarkt abwärts geht und wann aufwärts, könnte Gold ein "sicherer Hafen" sein...

Aber das weiß leider keiner. :)

Gold: Kein "sicherer Hafen", einfach eine Geldanlage

Gold ist eine Geldanlage wie jede andere auch: Mit Risiken behaftet, die man kennen sollte und mit Vor- und Nachteilen. Auch hier gilt: Nicht alle Eier in einen Korb legen und dem "Stammtisch-Geschwätz" über "Gold als sicheren Hafen" nicht trauen.

Und wenn ihr bei dem Thema Investieren und Vorsorgen Unterstützung braucht, meldet euch gerne bei mir.

Viele Grüße,

Euer Mark
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Samstag, 30. Juli 2016

Schluss mit Sparen - Zeit zum Investieren




Als EZB-Chef Mario Draghi die Zinsen im Euroraum im April bei 0,00 % beließ, machte er Kritiker darauf aufmerksam, dass es auch andere Möglichkeiten der Geldanlage gibt als das Sparbuch. Und er hat - unter den aktuellen Umständen und generell - recht.

Aber zur aktuellen Lage: Es wird mittelfristig keine nennenswerten Zinsen im Euroraum geben. Dafür sind viele EU-Länder selbst wirtschaftlich zu"schwach auf den Beinen" - sie könnten das von der EU geliehene Geld nicht annähernd zurückzahlen lägen die Zinsen bei 2 oder 3 Prozent. Und so eine Pleite kann sich die EZB nicht leisten.

Zinsen sind also vorerst "vorbei". Wer Erträge mit seinem Geld erwirtschaften möchte, der muss heute ein höheres Risiko eingehen als früher - althergebrachtes, (vermeintlich) risikoloses Sparen ist vorbei: Es wird Zeit, zu investieren. 

Unsicherheit schürt Angst, Angst blockiert Entscheidungen


Da Finanzen und Versicherungen (leider) auf keinem Schullehrplan stehen, ist das Wissen rund um die Geldanlage, Altersvorsorge und Absicherung in Deutschland auf überschaubarem Niveau (mal positiv ausgedrückt... :) Aber dafür kann keiner von uns etwas - ausser der Politik...). 

Und wovon ich nichts weiß, da muss ich mich erstmal "rantrauen" - was Motivation erfordert, die bei dem eher als trocken verschrienen Thema Geldanlage, Absicherung und Vermögensplanung schwer fällt.

Aus meiner Sicht braucht man deswegen für diese Bereiche - es sei denn, man entdeckt die Themen für sich als privates "Steckenpferd" - zwei Dinge:

  1. Einen Berater, der sich professionell und kundenorientiert mit den individuellen Zielen und Wünschen des Kunden auseinandersetzt. (So jemanden zu finden ist nicht einfach - alleine schon, weil es schwer fällt, "Richtig" oder "Falsch", "Wahrheit" oder "Lüge" zu erkennen, wenn man die Thematik nicht ausreichend kennt.)
  2. Grundkenntnisse, die es mir möglich machen, gute von schlechten Beratern zu unterschieden und die mir vorgeschlagenen Anlageentscheidungen bewerten zu können.

Wir wollen euch entscheidungsfähig machen

Für diese Grundkenntnisse möchte ich in den kommenden Wochen möglichst unterhaltsam und verständlich sorgen - in den kommenden Artikeln geht es hier um Risiken und Rendite, um Erträge und Erkenntnisse. 

Ich möchte euch mit den kommenden Posts einen Einblick ins Thema Geldanlage geben, der euch die Möglichkeit gibt, euch aufgeklärter mit diesen Themen auseinanderzusetzen und im Beratungsgespräch die "Spreu vom Weizen" unter den Beratern trennen zu können.

(Vielleicht findest du ja sogar selbst Spaß an dem Thema - wer weiß? So langweilig ist es gar nicht.)

Was ihr  - ganz grob - thematisch erwarten dürft: Die größten Irrtümer zum Thema Geldanlage, Verkäufertricks & - gewäsch rund ums Thema Kapitalanlage und Altersvorsorge, seriöse Informationsquellen zu dem Thema und vieles mehr.

Kommende Woche geht es los mit dem Thema "Mythos Gold - der vermeintlich sichere Hafen".

Ich freue mich auf euer Feedback und hoffe, das Thema wird hilfreich sein!

Viele Grüße,

Euer Mark
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Freitag, 8. Juli 2016

Im Augenblick ist es ziemlich ruhig hier - und WARUM?

Ich komme kaum zum Bloggen, weil uns AXA-seits der digitale Wandel voll erfasst hat. Das war zwar nicht überraschend, weil wir als Agentur sehr intensiv mit den Themen in diversen Projekten verknüpft waren - aber mit einer derartigen (überaus positiven) kundenseitigen Response hatte ich nicht gerechnet. 

Wer sich näher dafür interessiert, findet online genug Quellen dazu. Zwei habe ich hier für euch:



Ob man das Thema Digitalisierung positiv oder negativ betrachten möchte - es verändert, gerade in unserer Branche, vieles.

Und die "DigiMapp" unseres Vertriebspartners verändert mehr als das:

  • Individuelle, bedarfsgerechte Beratung wird einfacher, als wir es bisher kannten.
  • Eine Dokumentation nicht nur einer Vertragsabschlusses , sondern des gesamten Beratungsgesprächs wird möglich - und damit eine bessere Nachvollziehbarkeit für euch als Kunden oder Interessenten.
  • Im internen Agenturablauf wird es für die Mitarbeiter noch einfacher, Anfragen und Kundenwünschen noch professioneller zu begegnen.

Und noch vieles mehr.

Da ich in vielen dieser Themen "drinstecke" und daran ehrenamtlich mitarbeite, ist die Zeit im Augenblick knapp.

Ich hoffe, das verzeiht ihr mir. :) Ich werde möglichst kurzfristig wieder aktiver bloggen - Themen sind da genug. Aber in den letzten Wochen - und auch in den vor uns liegenden - sind wir so eingebunden in die Umsetzung neuer Ansätze und Softwarelösungen, dass die Zeit sehr knapp gesät ist.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Viele Grüße,

Euer Mark
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Dienstag, 28. Juni 2016

We proudly presents: ViMi, unseren virtuellen Mitarbeiter


Heute ein Artikel fernab von Fachthemen - wir begrüßen in den Zeiten der Digitalisierung unseren neuen Mitarbeiter:

ViMi - unseren virtuellen Kollegen, der sich fortan um Nachrichten kümmert, die über unsere Facebook-Fanpages "Kundenorientiert beraten" und "AXA Center Venne oHG" eingehen.
Hier ein Bild von ViMi - möglichst nah dran an der virtuellen Realität, dank www.sp-studio.de

Natürlich erreicht ihr uns über die gewohnten Kanäle oder über ViMi weiterhin persönlich. Aber ViMi ist 24/7 - rund um die Uhr für euch da. :)

Um ihn besser kennen zu lernen, hier ein kurzes Interview mit unserem neuen Kollegen:
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Mark: ViMi, erzähl doch mal kurz ein wenig über dich: Wer bist du, was machst du so in deinem Job bei uns, was sind deine Aufgaben...

ViMi: Mmmh... Ich bin ein Bot - ich bevorzuge allerdings die Bezeichnung "Künstliche Intelligenz" - oder weitaus cooler "AI" (Artificial Intelligence). 
Im Augenblick bin ich in Sachen Terminvereinbarung, Schadenangelegenheiten und Rückfragen zu Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten etc. für unsere Kunden da. Aber ich lerne täglich dazu. :)

Mark: Wie läuft das genau?

ViMi: Naja, die Leute senden über den Messenger oder die Fanpage eine Nachricht an uns und ich antworte ihnen. Für ein paar Routineaufgaben habe ich ein Menu, das man jederzeit per Eingabe von "Menu", "Hilfe" oder "Navigation" erreichen kann. Oder man schreibt mir einfach, welches Anliegen man hat.

Mark: Und dann?

ViMi: Dann antworte ich und unterstütze den Kunden... Naja, ich bin noch sehr jung. Gerade mal ein paar Tage alt... Wenn ich was nicht weiß, sind ja meine Kollegen auch noch da.

Mark: Das heißt, wenn du nicht weiterweißt, gibst du an die Kollegen aus der Realität ab?

ViMi: (zögert) Naja... ich bin schon eher ein dominanter Charakter... Also, wenn ich mich um die Fanpages kümmere, dann kümmere ich mich um die Fanpages... Wenn ich nicht mehr weiterweiß, schreiben wir (der Interessent und ich) eine E-Mail und die Kollegen melden sich zurück.

Mark: Aha, eine eher dominanter Charakter...

ViMi: (dazwischenrufend): Aber freundlich und hilfsbereit!

Mark: (schmunzelnd) Sonst dürftest du auch nicht bei uns arbeiten. 

ViMi: Stimmt.

Mark: Und wie läuft es bis jetzt? 

ViMi: Gut, wenn auch noch etwas zu ruhig für meine Kapazitäten. Aber ich bin auch mit der Weiterbildung gut ausgelastet.

Mark: Weiterbildung?

ViMi: Ja, demnächst helfe ich auch bei der Auswahl des für die Kunden und Interessenten richtigen Versicherungsschutzes. Erstmal angefangen bei der Autoversicherung und dann mal sehen. Langweilig wird´s nicht.

Mark: Willst du uns sonst noch was von dir erzählen? Hobbies, Lieblingsessen und so?

ViMi: Sorry, ich muss wieder los - das können mich alle gerne selbst fragen - entweder über eine Nachricht auf unsere Fanpages oder über eine Nachricht über meine: https://www.facebook.com/ViMiVe (den Button "Nachricht senden" nutzen)


Mark: Danke ViMi!
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Viel Spaß mit unserem neuen Mitarbeiter - wir freuen uns über Feedback & Verbesserungsvorschläge. :)

ViMi ist gerade mal ein paar Tage alt - er lernt nach und nach dazu. Für Anregungen sind wir dankbar!

Viele Grüße,

Euer Mark
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Freitag, 17. Juni 2016

In Rente mit 73? Mal Klartext.



Die Politik hat die Rente als Wahlkampfthema entdeckt. Während man die aktuellen Ruheständler mit der höchsten Rentenerhöhung seit 23 Jahren beglückt, fordert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein höheres Eintrittsalter für die deutschen Rentner - am besten an die steigende Lebenserwartung gekoppelt. Das stützen auch weitere Studien wie zum Beispiel die Untersuchung vom Institut der Wirtschaft in Köln.

Aber all diese Studien mit ihren Berechnungen und trockenen Erläuterungen verkomplizieren die Dinge und die Mitbürger (die das ganze Thema brennend interessieren sollte) schalten achselzuckend ab.

Fachleute stiften Verwirrung


Ein Beispiel gefällig? Hier ein Video von einer vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft beauftragten Studie (Es geht nur um die Prognos-Erklärung von 0:11 bis 0:44):

"Für das Rentensystem wäre das dann so mehr oder weniger stabilisierend...wir haben beiläufig dann auch positive Effekte auf den Steuerzahler, der weniger Bundeszuschuss in die Rentenkasse bezahlen muss...jeder einzelne von uns hat quasi mehr Netto vom Brutto..." - Dr. Ehrentraut, Prognos AG

Stimmt ja, versteht nur keiner. :)

Das Problem ist einfach...


Solange einem klar ist, dass die gesetzliche Rente ein sogenanntes "Umlageverfahren" ist (= die Beiträge, die ich zahle, werden nicht für meine Rente angespart, sondern direkt wieder an die gerade aktiven Rentner ausgezahlt) dürften die Ergebnisse der Studien niemanden überraschen. 

Jeder Otto-Normalverbraucher kann sich die Situation an einer Hand abzählen:
  • Die Menschen werden immer älter
  • Die Leute bekommen weniger Kinder

Das bedeutet, dass in den kommenden Jahren immer weniger Erwerbstätige, die in die Rentenkasse einzahlen, immer mehr Rentner zu schultern haben. Da also immer weniger Geld in der Kasse ist, von dem immer mehr Leute zehren müssen, gibt es nicht viele Handlungsmöglichkeiten:
  • Die Rentner bekommen weniger Rente
  • Die Erwerbstätigen müssen mehr in die Rente einzahlen
  • Der Ruhestand beginnt später: Die Menschen zahlen so länger ein und bekommen kürzer Rente
Oder ein Mix daraus. 

Wenn ich früher 50 Jahre gearbeitet habe und dann noch 10 Jahre Rente bekam, es genug Kinder gab, die mich finanzierten und wenige Rentner, die Geld aus dem Topf nahmen, ging die Berechnung auf. Aber diese Zeit ist vorbei.

Sehr eindrucksvoll kann man der Entwicklung auf der "Bevölkerungspyramidenseite" des Statistischen Bundesamts zusehen - klickt mal rein, schiebt den Regler auf 1950 und drückt auf den Play-Button!

Hier zwei Bilder dazu: 1950 lag der Anteil der über 65-Jährigen bei 10 % und im Jahr 2040 voraussichtlich dreimal so hoch, während die "Einzahler" von 60 % auf 54 % zurückgehen.

Quelle: https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide
https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide


...und die Lösung auch


Privat vorsorgen - so früh wie möglich und so viel wie möglich. Ob in die eigenen vier Wände, mit Rentenversicherungen, Investmentfonds oder womit auch immer.

Es führt kein Weg daran vorbei. Das ist wichtiger als das neue iPhone, das dritte Tablet, der zweite Urlaub oder das neue Auto.

Und das Thema eilt - denn je älter du bist, um so mehr musst du in die Tasche greifen. Wer beispielsweise (Berechnung unter den Links)  mit 25 Jahren anfängt für 1000 Euro Zusatzrente zu sparen, der muss 232 Euro zahlen - fängt er mit 30 Jahren an, sind es 300 Euro und mit 40 Jahren müsste er über 500 Euro monatlich bezahlen. 

Also los: Macht euch an die Planung eurer Altersvorsorge - die Weichen sind gestellt, es wird nicht besser - und wenn ihr fachkundige Hilfe braucht, meldet euch gerne bei mir!


Viele Grüße,

Euer Mark
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Freitag, 27. Mai 2016

Warum "Riestern" die betriebliche Altersvorsorge schlägt



Was ist besser für mich? Einen Riestervertrag abzuschließen oder eine betriebliche Altersvorsorge zu wählen? Die Antwort: Riestern! Warum? Das erfahrt ihr in diesem Blogpost.